Tierärztliche Praxis für Kleintiere Scharnhorst GmbH, Dortmund

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    Aktuelle und "klassische" Themen rund um's Tier

    Alle Angaben auf diesen Informationsseiten sind nicht als humanmedizinische Beratung gemeint und dürfen auch nicht als eine solche verstanden werden.

    Tierärzten und Tierärztinnen sind humanmedizinische Beratungen verboten!

    Sollten Sie Fragen in Bezug auf Wurmbefall, Flohbefall, Toxoplasmose, Zoonosen und auch in Bezug auf alle anderen Themenbereiche, die - bedingt durch Tierhaltung und Tierkontakt welcher Art auch immer - zu einer Veränderung des Gesundheitszustands beim Menschen führen bzw. führen könnten, ist ein Arzt der richtige Ansprechpartner.

    Unser Ratschlag bei entsprechenden Fragestellungen lautet: Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin!

    Wie sinnvoll ist ein jährlicher Check-up? 

    Unsere Tiere sind ja auch nur Menschen ... könnte man meinen, denn auch sie haben ab ihrer Lebensmitte, genau wie wir, so ihre Zipperlein. Nur, sie können uns nicht davon berichten. Und weil sie meistens recht hart im Nehmen sind, bleibt dem Tierbesitzer manches zunächst verborgen. 

    Der Körper kann z.B. gegen eine Herzschwäche jahrelang so "an arbeiten", sie also kompensieren, dass man davon zunächst nichts bemerkt. Erst wenn das Stadium der sogenannten Dekompensation erreicht wird, der Organismus es also nicht mehr schafft, die Funktionseinschränkung auszugleichen, bemerkt der Tierbesitzer Leistungsabfall, Husten und Atemnot. Dabei hätte dem Herzen die jahrelange Mehrarbeit mit den entsprechenden Medikamenten abgenommen werden können, wenn man nur rechtzeitig um das Problem gewusst hätte ... Eine gezielte und gründliche Untersuchung mit Röntgen und EKG hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen.

    Die Funktion einzelner Organsysteme läßt sich anhand des sog. Organprofils, einer serologischen Blutuntersuchung, und mit Hilfe von Röntgen und Ultraschalluntersuchung prüfen. Dabei lernt man den Patienten "von innen" kennen, d.h. man sieht seine schwachen, aber auch starken Seiten. Es gibt z.B. Tiere, die im Alter eine Nierenschwäche entwickeln, dafür aber eine sehr gute Leberfunktion zeigen. Oder umgekehrt. Solche Funktionseinschränkungen können mit der entsprechenden Futterumstellung ausgeglichen werden, häufig mit frappierendem Erfolg! Auch hier gilt: Wenn man den weniger starken Organsystemen gezielt Arbeit abnimmt, bleiben sie viel länger funktionstüchtig. Dadurch gewinnt das Tier nicht nur eine höhere Lebenserwartung, sondern vor allem mehr Lebensqualität!

    Zwei Beispiele, die zeigen, was sinnvolle vorbeugende Tiermedizin leisten kann. Wenn auch Sie für Ihren Liebling das jährliche Vorsorge-Check-up in Anspruch nehmen möchten, sprechen Sie uns wegen eines Termins Ihrer Wahl an. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

    Schutzimpfungen des Hundes

    Bei Schutzimpfungen bekommt der Hund durch eine Injektion abgetötete oder abgeschwächte Keime verabreicht, auf die das Abwehrsystem des Körpers reagiert. Diese Reaktionen gegen die verschiedenen Keime sind aber nicht gleich und so erklären sich die unterschiedlichen Impfschemata. Generell kann gesagt werden, dass Schutzimpfungen gegen viele Krankheiten - an einem Tag gegeben - den Körper überfordern können. Das bedeutet zum einen, dass der Schutz gegen die einzelnen Krankheiten nicht so intensiv ausgebildet wird. Schlimmer ist jedoch, dass es häufig zu unerwünschten Nebenreaktionen kommen kann. Das von uns empfohlene Impfschemata hat sich seit Jahren bewährt und ist in verschiedenen Untersuchungen bestätigt worden. Es gibt Ihrem Tier einen guten und verlässlichen Schutz, ohne den Körper übermäßig zu belasten. Der Hund bekommt im Abstand von 3 bis 4 Wochen jeweils eine Injektion. Um einen dauerhaften Schutz zu gewährleisten, müssen die Impfungen z. T. in einem jährlichen Abstand wiederholt werden. Hier einige Informationen zu den ansteckenden Hundekrankheiten, gegen die eine Schutzimpfung zur Zeit möglich ist.

    Die Hundestaupe: Nachdem diese Krankheit über lange Zeit nicht mehr aufgetreten ist, hat es in letzter Zeit durch den Hundehandel, vor allen Dingen aus Osteuropa, in einigen Städten wieder epidemieartig Erkrankungen gegeben. Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die Hunde aller Altersklassen befallen kann. Je nachdem, welches Organ am stärksten befallen ist, spricht man von einer Gehirnstaupe, Lungenstaupe oder Darmstaupe; aber es können auch alle Organe gleichzeitig befallen sein. Erkrankte Tiere sind kaum zu heilen. Die Krankheit ist für den Menschen glücklicherweise nicht ansteckend.

    Die ansteckende Leberentzündung (HCC): Auch hier handelt es sich um eine Viruserkrankung, die Hunde aller Altersklassen befallen kann. Besonders betroffen sind jedoch junge Hunde. Die Behandlung erkrankter Tiere ist äußerst aufwendig und leider nicht immer erfolgreich. Auch diese Krankheit ist für den Menschen nicht ansteckend.

    Die Leptospirose: Diese Erkrankung ist auch unter dem Namen Stuttgarter Hundeseuche oder Weilsche Krankheit bekannt. Es handelt sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die auch für den Menschen gefährlich ist. Je nach Erregeruntergruppe wird mehr die Leber, die Niere oder der Darm befallen. Die Tollwut: Es handelt sich um eine unheilbare Krankheit, an der fast alle Säugetiere und Menschen erkranken können. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen von Speichel in eine Wunde. Hunde, die nicht schutzgeimpft sind und unter Ansteckungsverdacht stehen, müssen sofort getötet werden. Hunde, die jedoch ordnungsgemäß geimpft sind und unter Ansteckungsverdacht stehen, müssen lediglich für eine gewisse Zeit unter Quarantäne.

    Die Lyme-Borreliose: Auch gegen diese bakterielle Erkrankung ist eine Impfung möglich. Dies wird durch Zecken übertragen und kann sich u.a. durch deutliche Bewegungsstörungen äußern. 

    Die Parvovirose: Diese Viruserkrankung ist auch unter dem Namen Katzenseuche bekannt; obwohl ein erkrankter Hund keine Katze oder eine erkrankte Katze keinen Hund anstecken kann. Das Virus ist wirtspezifisch. Befallene Tiere haben eine sehr schwere blutige Darmentzündung. Besonders gefährdet sind junge Hunde. 

    Die Tollwut: Es handelt sich um eine unheilbare Krankheit, an der fast alle Säugetiere und Menschen erkranken können. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen von Speichel in eine Wunde. Hunde, die nicht schutzgeimpft sind und unter Ansteckungsverdacht stehen, müssen sofort getötet werden, Hunde, die jedoch ordnungsgemäß geimpft sind und unter Ansteckungsverdacht stehen, müssen lediglich für eine gewisse Zeit in Quarantäne.

    Wir beraten unsere Patientenbesitzer gerne auch über die Einreisebedingungen nach Schweden, Norwegen und ins Vereinigte Königreich - Grossbritannien. Falls eine Ersteinreise anliegt, bitten wir die Besitzer, sich rechtzeitig, d. h. ca. 1/2 Jahr vorher, mit uns in Verbindung zu setzen. 

    Der Zwingerhusten: Hier handelt es sich um eine Virusinfektion, die den Rachenraum und die oberen Luftwege erkranken lässt und zu krampfartigen Hustenanfällen führt. Die Krankheit tritt gehäuft in größeren Zwingern und Tierheimen auf. Dies gab ihr auch den Namen. Wenn Sie Ihren Hund jedoch bei uns schutzimpfen lassen, wird er gleichzeitig einer Allgemeinuntersuchung unterzogen, um eventuelle Erkrankungen frühzeitig erkennen zu können oder auszuschließen. Die Impfungen werden von uns in einen Impfpass eingetragen. Auf der letzten Seite des Impfpasses können Sie die Termine für die Wiederholungsimpfungen nachsehen.

    Möchten Sie, dass wir Sie an die jährlichen Wiederholungsimpfungen erinnern, so teilen Sie uns dies bitte mit. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

    Katzen sind von Natur aus Einzelgänger, das bedeutet, dass die Spezies selten Kontakt mit Artgenossen hatte, und deswegen übertragbare Krankheiten nicht so schnell verbreitet werden konnten. Dies hatte entwicklungsgeschichtlich zur Folge, dass das Abwehrsystem der Katze nicht so gut ausgebildet ist wie bei anderen Tierarten, sie sind deswegen besonders empfindlich für ansteckende Krankheiten. 

    Bei Schutzimpfungen bekommt die Katze durch eine Injektion abgetötete oder abgeschwächte Keime verabreicht, auf die das Abwehrsystem des Körpers reagiert. Diese Reaktionen gegen die verschiedenen Keime sind aber nicht gleich und so erklären sich die unterschiedlichen Impfschemata. Generell kann gesagt werden, dass Schutzimpfungen gegen viele Krankheiten - an einem Tag gegeben - den Körper überfordern können. Das bedeutet, dass der Schutz gegen die einzelnen Krankheiten nicht so intensiv ausgebildet wird, schlimmer ist jedoch, dass es häufiger zu unerwünschten Nebenreaktionen kommen kann. Das von uns empfohlene Impfschema hat sich seit Jahren bewährt und ist in verschiedenen Untersuchungen bestätigt worden. Es gibt Ihrem Tier einen guten und verlässlichen Schutz, ohne den Körper übermäßig zu belasten. Die Katze bekommt im Abstand von 3 bis 4 Wochen jeweils eine Injektion. Um einen dauerhaften Schutz zu gewährleisten, müssen die Impfungen z. T. in einem jährlichen Abstand wiederholt werden.

    Hier einige Informationen zu den ansteckenden Katzenkrankheiten, gegen die eine Schutzimpfung zur Zeit möglich ist. 

    Die Katzenseuche: Auch unter Katzenstaupe oder Panleukopenie bekannt. Es ist eine Viruserkrankung, die das Immunsystem des Körpers sehr stark beeinflusst. Sie äußert sich in stark übelriechenden Durchfällen und verklebten, eitrigen Augen. Besonders gefährdet sind junge Tiere, aber auch ältere Tiere können nur selten gerettet werden, wenn sie an der Katzenseuche erkranken. Diese Krankheit ist für den Menschen nicht ansteckend.

    Katzenschnupfen: Diese Krankheit wird von verschiedenen Virusarten unter Beteiligung von Bakterien hervorgerufen. Besonders anfällig sind die Lidbindehäute und die Mundschleimhäute, aber auch die oberen Luftwege und die Lunge können betroffen werden. Bei Jungtieren finden wir außerdem noch häufig eine Durchfallerkrankung. Erkrankte Jungtiere können trotz Behandlung manchmal nicht gerettet werden. Für ältere Tiere ist der Katzenschnupfen im Allgemeinen nicht tödlich. Wird der Katzenschnupfen jedoch von dem Herpes-Virus hervorgerufen, bedeutet dies, dass das Tier das Virus lebenslänglich in seinen Zellen beherbergt.

    In Stress-Situationen können deswegen immer wieder leichte Erkrankungen auftreten. Da das Virus in solchen Fällen nicht aus den Zellen verdrängt werden kann, ist es wenig sinnvoll, dann noch gegen Katzenschnupfen zu schutzimpfen. Außerdem besteht zusätzlich die Gefahr von heftigen Impfreaktionen. Typische Zeichen für diese Erkrankung sind leichtes Niesen, zeigt Ihr Tier solche Symptome, sollten Sie uns auf alle Fälle darauf hinweisen.

    Die Tollwut: Es handelt sich um eine unheilbare Krankheit, an der fast alle Säugetiere und Menschen erkranken können. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen von Speichel in eine Wunde. Katzen, die nicht schutzgeimpft sind und unter Ansteckungsverdacht stehen, müssen sofort getötet werden, Katzen, die jedoch ordnungsgemäß geimpft sind und unter Ansteckungsverdacht stehen, müssen lediglich für eine gewisse Zeit in Quarantäne.

    Die ansteckende Bauchfellentzündung (FIP): Von dieser Krankheit werden Katzen vor allen Dingen in den ersten Lebensjahren ergriffen. Betroffen ist sowohl die Bauchhöhle wie die Brusthöhle. Es kommt zu schweren Entzündungen mit oder ohne Flüssigkeitsbildung in den Körperhöhlen. Auch gegen diese Erkrankung wird in den letzten Jahren eine Impfung angeboten, von der wir jedoch sagen müssen, dass die Wirkung dieser Schutzimpfung zumindest derzeit noch sehr kontrovers diskutiert wird.

    Die Katzenleukose: Hier handelt es sich um eine Viruserkrankung, die das Abwehrsystem (das sogenannte Retikuloendotheliale System) des Körpers befällt. Von der Aufnahme des Virus bis zum Ausbruch der Krankheit können Jahre vergehen. So können schon junge Kätzchen über die erste Muttermilch das Virus aufnehmen und eventuell erst im höheren Alter erkranken. Die Erkrankung tritt in zwei Formen auf. Zum einen kann sie sich als Immunschwäche mit Blutarmut äußern, zum anderen kann aber auch das Lymphgewebe des Körpers plötzlich zu riesigen Tumoren entarten. Diese Lymphgewebe finden wir fast an allen Stellen des Körpers. Deswegen können die Tumore auch überall und vielfach auftreten. Sollen Katzen gegen diese Krankheit schutzgeimpft werden, müssen sie allerdings vorher untersucht werden, ob sie schon das Virus aufgenommen haben, da sonst die Impfung wenig sinnvoll und sogar schädlich sein kann. Dieser Test wird bei uns in der Praxis durchgeführt.

    Wenn Sie Ihre Katze jährlich bei uns schutzimpfen lassen, wird sie gleichzeitig einer Allgemeinuntersuchung unterzogen, um eventuelle Erkrankungen frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen. Die Impfungen werden von uns in einem Impfpass eingetragen. Auf der letzten Seite finden Sie in diesem Impfpass die Termine für die Wiederholungsimpfungen.

    Möchten Sie an die jährliche Wiederholungsimpfung erinnert werden, so teilen Sie uns dies bitte mit. 

    Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

    Was Sie über Flöhe wissen sollten ...

    Es gibt wohl kaum einen Hund und nur wenige Wohnungskatzen, die noch nie Flöhe hatten. "Igittigitt!" möchten Sie jetzt vielleicht sagen, "Aber wir pflegen doch unser Tier! Und unsauber sind wir auch nicht..." 

    Natürlich nicht. Der Flohbefall von Hund und Katze hat damit auch gar nichts zu tun. Auch das gepflegteste Tier kann von diesen Untermietern befallen werden. Und das funktioniert so:

    Nehmen wir einmal an, irgendein Wirtstier (ein Igel im Garten, ein fremder Hund auf der Wiese, ein Wildkaninchen, sogar Vögel) hätte einige Flöhe. Die Flöhe verlassen es nicht, denn sie sind wirtstreu. Aber ein einziges Flohweibchen produziert täglich etwa 30 Eier, im Schnitt also bis ca. 3.000 Eier im Verlauf eines Flohlebens. Diese Eier fallen nun aus dem Fell des befallenen Tieres herunter, denn sie sind ja nicht klebrig und können sich auch sonst nicht festhalten. Sie fallen also herunter, auf den Rasen, auf die Wiese, wohin auch immer. Daraus entwickeln sich Flohlarven, dann Puppen und schließlich neue Flöhe. Und was glauben Sie, was die tun? Genau, sie warten hungrig und sehnsüchtig darauf, dass Ihr Tier vorbeikommt. Sie springen auf das neue Wirtstier, nehmen die erste Blutmahlzeit und beginnen sofort mit dem Eierlegen. Diese Eier fallen aus dem Fell herunter, auf den Rasen, auf die Wiese, auf den Teppichboden ... Und der ganze Spuk beginnt von neuem. 

    Natürlich werden Sie die Flöhe, wenn sie einmal da sind, bekämpfen. Ihr Tier bekommt ein Flohhalsband, wird eingesprüht oder ähnliches. Und dennoch, ist Ihre Wohnung erst einmal mit Floheiern infiziert, scheint der Alptraum häufig kein Ende nehmen zu wollen. Immer neue Flohgenerationen wachsen heran und manches Mal bedarf es größerer Anstrengungen und noch größerer Mengen von Sprays und sonstiger Mittelchen, um solch eine Wohnung wieder flohfrei zu bekommen.

    Aber Vorsicht, alle diese Mittel sind mehr oder weniger toxisch! Wenn man sie denn schon benutzen muss, dann ist es wichtig, es effektiv und kontrolliert zu tun. So, dass mit einer möglichst unbedenklichen Menge des Wirkstoffes die maximale Wirkung erzielt wird. 

    Noch besser ist es freilich, wenn es zu einer Flohinfestation (also zu einer Verseuchung Ihrer Wohnung mit Floheiern) gar nicht erst kommt.

    Unsere Empfehlung daher: Möglichst bereits im zeitigen Frühjahr mit einer vorbeugenden Strategie beginnen. Monatliche Gaben einer Tablette bei Hunden und einer Suspension bei Katzen sorgen dafür, dass die Flöhe, die Ihr Tier eventuell befallen, unfruchtbar werden. Dieses Mittel ist für Ihr Tier und für seine Menschen unschädlich. Es tötet adulte Flöhe allerdings nicht ab, sondern wirkt vielmehr wie eine Art "Floh-Antibabypille". Es sorgt jedoch giftfrei dafür, dass sich in Ihrer Wohnung keine Flöhe vermehren können. 

    Von Zeit zu Zeit, besonders im Sommer, wird es wahrscheinlich trotzdem nötig sein, Ihr Tier auch vor erwachsenen Flöhen zu schützen. Bei der Wahl eines geeigneten Mittels sollten allerdings die Rasse, die Lebensgewohnheiten, das Alter und der Gesundheitszustand des Tieres berücksichtigt werden ebenso wie die Jahreszeit, das Vorhandensein von Kindern in der Familie und schließlich die Art und Beschaffenheit der Bodenbeläge der Wohnung. Es gibt also viel zu bedenken dabei, will man sich und sein Tier nicht unnötig giftigen Stoffen aussetzen. Und weil gerade diese Materie gar nicht so einfach ist, wie man vielleicht denkt, sollten Sie sich unbedingt kompetent beraten lassen. Wir sind für Sie und Ihr Tier da. Auch wenn es um Flöhe geht.

    Wo kommen all' die Würmer her?

    Dass sich frei laufende Hunde und Katzen beim Stöbern und Schnuppern immer wieder mit Wurmeiern infizieren können, ist für jeden von uns einleuchtend. Dass sie daher in regelmäßigen Abständen entwurmt werden sollten, ist also auch nichts Neues.

    Wie oft entwurmen? 

    Neu angeschaffte Hunde- und Katzenwelpen: alle Naselang, d. h. bei der Anschaffung, nach 3, dann nach 4, dann nach 6, nach 8 und nach 10 Wochen, zum Schluss dann alle 12 Wochen. Dabei sollte es bleiben. Denn im Idealfall entwurmt man auch erwachsene Tiere viermal im Jahr. Bedenken Sie: Wurmkuren sind nicht teuer, sie sind nicht schädlich (Würmer dagegen schon!) und Hand aufs Herz: Wer wäscht sich schon jedes Mal die Hände, nachdem er sein Tier angefasst hat? Niemand. Wir tun es privat auch nicht. 

    Schließlich hat man so ein Tier ja unter anderem zum Streicheln, Spielen und Knuddeln.

    Und wie sieht es aus, wenn man sein Tier ausschließlich in der Wohnung hält und alles, aber auch alles für eine super hygienische Haltung tut? 

    Auch dann wird Ihr Liebling von Zeit zu Zeit Würmer haben. Und das funktioniert so: 

    Die Welpen nehmen mit der Muttermilch mikroskopisch kleine Vorstufen der Spulwürmer, die sog. Larven auf. Larven sind so ein Zwischending zwischen dem Wurmei und dem fertigen Wurm. Diese Wurmlarven gelangen mit der Milch in den Körper der Katzen- und Hundewelpen, verteilen sich im ganzen Organismus, in die Lunge, in Muskelgewebe, etc. und harren dort ihrer Stunde. Von Zeit zu Zeit reift dann ein Schwung solcher Larven zu fertigen Würmern heran, und schon hat Ihr Tier, aus heiterem Himmel und trotz aller menschlichen Vernunft, einfach Würmer.

    Wenn Ihr Tier auch noch ein erfolgreicher Mäusejäger ist oder einmal Flöhe hatte, dann wird es sich dadurch zusätzlich auch noch mit Bandwürmern infizieren. Gewöhnliche Bandwürmer sind 0,5 bis 1,5 m lang, und sie fressen dem Wirtstier, also Ihrem Liebling, mit großem Appetit das Beste aus seinem Futter weg. Sie nehmen mit Vorliebe Vitamine, vorzugsweise die aus der B-Gruppe, und da wundert es nicht, wenn ein Tier mit Bandwurmbefall wie ein Scheunendrescher dagegen anfrisst und trotzdem mager, struppig und glanzlos dabei bleibt. 

    Der Echinococcus granulosus, der Fuchsbandwurm, ist zwar sehr viel kleiner, dafür kann er aber auch uns Menschen ernsthaft gefährlich werden. 

    Was ist also konkret zu tun?

    Katzen- und Hundewelpen entwurmen: bei der Anschaffung, dann nach 3, nach 4, nach 6, nach 8, nach 10 und nach 12 Wochen. Bei Flohbefall oder sonstigem Verdacht auf Bandwürmer auch gegen diese. 

    Erwachsene Tiere entwurmen: routinemäßig zwei-, besser viermal im Jahr gegen Spulwürmer. Gute Mäusefänger oder Tiere mit Flohbefall auch gegen Bandwürmer. 

    Frei laufende erwachsene Katzen sollten in der "Mäusesaison" alle sechs Wochen eine Bandwurmkur erhalten.

    Merken! Bei Hündinnen sollten zwei der jährlichen Wurmkuren mit den Läufigkeiten zusammenfallen, da in dieser Zeit der erhöhte Östrogenspiegel der Tiere die Wurmlarven aktiviert, so dass die Wurmkur jetzt besonders effektiv wirken kann. 

    Erste Hilfe beim Hund

    Kurzgefasster Ratgeber für den Notfall

    • Atmung: 10 bis 30 Atemzüge pro Minute 
    • Temperatur: 37,5 bis 39,0 °C
    • Puls: 70 bis 120 Pulsschläge pro Minute 
    • Kapilläre Rückfüllungszeit: 1 bis 2 Sekunden (Mundschleimhaut)

    Anlass - Krankheitssymptome - Erste Hilfe 

    Augenbeeinträchtigung

    Krankheitssymptome: Blinzeln oder geschlossenes Auge; Lichtscheue; wässriger bis schleimiger Augenausfluss; Lidschwellung, starke Rotfärbung der Bindehaut, graublaue Verfärbung der Hornhaut; Fremdkörper (Granne); Augapfelvorfall.
    Erste Hilfe: Verringerung des Lichteinfalls; kalte Kompressen; sichtbare Fremdkörper, wenn leicht entfernbar, herausnehmen; möglichst bald den Tierarzt aufsuchen! (auch wenn Fremdkörper entfernt, wegen möglicher unsichtbarer Hornhautverletzung). 

    Akuter Durchfall 

    Krankheitssymptome: Entleerung von wässrigem Kot gelbbraun bis blutig, vermehrter Kotabsatz, Apathie
    Erste Hilfe: Kein Futter! Als Flüssigkeit leichten Tee oder Elektrolytlösung anbieten; warm halten; keine Arzneimittel eingeben; frühzeitig mit Kotprobe zum Tierarzt. 

    Bissverletzung 

    Krankheitssymptome: Oft nur kleine Wunden, die die Haut durchdringen, aber starke Abhebungen in der Unterhaut, erhöhte Infektionsgefahr durch Eindringen von Bakterien; tiefe Fleischwunden, starke Blutung, Knochenverletzungen.
    Erste Hilfe: Wegen der starken bakteriellen Infektion von Bissverletzungen soll fachgerechte Versorgung möglichst bald (innerhalb von 4 - 6 Stunden) erfolgen; bis dahin flüssige Desinfektion; sauberer, nicht einschnürender Verband bei blutenden Wunden und offenen Knochenverletzungen. 

    Erbrechen, Speichelfluss 

    Krankheitssymptome: Würgebewegungen, Entleerung von Futter und Schleim oder weißem Schaum aus dem Mund; heftige Pfotenbewegungen zum Mund; Fremdkörper im Maul?
    Erste Hilfe: Nahrung und Flüssigkeit entziehen! Bei wiederholtem Erbrechen: Verdacht auf Fremdkörper, Entzündungen oder Infektionskrankheiten; unbedingt den Tierarzt aufsuchen! Rasch starker Flüssigkeitsverlust!

    Insektenstiche

    Krankheitssymptome: Schwellungen an den Lippen und im Kopfbereich, Nesselausschlag (runde Schwellungen der Haut), Atemnot
    Erste Hilfe: Stachel entfernen, Gifteindringstelle mit Eiswasserkompressen kühlen; möglichst bald den Tierarzt aufsuchen - Erstickungsgefahr! 

    Krampfanfälle 

    Krankheitssymptome: gekrümmte Körperhaltung, Muskel-Zittern, eventuell Speichelfluss; Bewegungsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit.
    Erste Hilfe: Auf den Boden legen; nichts eingeben! Transport: weiche Decke unterbreiten. Bei Bewusstlosigkeit Zunge weit herausziehen. 

    Magendrehung (bei großen Hunden) 

    Krankheitssymptome: plötzliches Anschwellen des Bauches, Kurzatmigkeit.
    Erste Hilfe: Sofort Tierarzt aufsuchen! Nach dem Füttern nicht bewegen! 

    Ohrenschmerzen 

    Krankheitssymptome: Kopfschütteln, Kratzbewegungen mit den Pfoten, eventuell Gleichgewichtsstörungen; plötzlich auftretendes Kopfschütteln spricht für das Eindringen einer Getreidegranne.
    Erste Hilfe: Nichts in den Gehörgang einbringen, da Fremdkörper tiefer eindringen, besteht Gefahr der Trommelfellperforation - daher sofort zum Tierarzt. 

    Unfall/Schock 

    Krankheitssymptome: sichtbare Verletzungen und/oder Verdacht auf innere Verletzungen.
    Erste Hilfe: Tiere ruhig lagern; Vorsicht, verletzte Tiere machen Abwehrbewegungen: Biss- und Kratzgefahr; Kieferschlinge. Blutstillung durch Verband; Transport: Decke unterbreiten, vorsichtig heben und legen. Freie Atmung ermöglichen. 

    Vergiftung 

    Krankheitssymptome: Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Bewusstlosigkeit, Blutungen aus den Körperöffnungen.
    Erste Hilfe: Wenn möglich Feststellung des Giftes: Packungen aufheben; umgehend den Tierarzt aufsuchen; Tierkohle eingeben oder Salzwasser zum Erbrechen (nach Rücksprache mit dem Tierarzt). 

    Wärmestau („Hitzschlag“) 

    Krankheitssymptome: starkes Hecheln; Krämpfe bis zur Bewusstlosigkeit; hochrote Schleimhäute; hohe Körpertemperatur.
    Erste Hilfe: Für Abkühlung sorgen (in den Schatten legen, mit kaltem Wasser abspülen), unbedingt Tierarzt aufsuchen! 

    Zeckenbiss 

    Krankheitssymptome: festgesaugtes Insekt, Rötung der Bissstelle.
    Erste Hilfe: Mit der Zeckenzange kreisförmig den Zeckenkörper bewegen, bis dieser abfällt; Bissstelle mit Desinfektionsmittel abtupfen. Bleibt die Rötung: Tierarzt aufsuchen! 

     

    Milchaustauscher Hundewelpen 

    • Magerquark 40 % 
    • Speiseöl 6 % 
    • Eigelb 10 % 
    • Magermilch 43 % 
    • Vit./Mineral-Mischung 1 % 
    • Etw. Kleie 1 %


    Milchaustauscher für Katzenwelpen 

    • Rinderhack, fettarm 8 g 
    • Magerquark 15 g 
    • Speiseöl 3 g 
    • Eigelb 3 g 
    • Magermilch 70 g 
    • Lactose 0,8 g 
    • Vitamine/Mineralstoffe 1,0 g 

     

    Toxoplasmen 

    Ihre Bedeutung liegt in der Gefahr für den Menschen: Durch den Genuss von rohem Fleisch kann der Mensch an Toxoplasmose erkranken. Dies geschieht meist leicht grippeähnlich und unbemerkt, nur selten als schwere Erkrankung. Nach Ausheilen bleibt eine fast lebenslange Immunität bestehen. Solch eine vom Tier auf den Menschen übertragene Krankheit nennt man ZOONOSE.

    Erleidet eine Frau eine Erstinfektion während der ersten drei Schwangerschaftsmonate, so führt dies immer zum Abort (Verlust des Embryos). Eine Erstinfektion während der späteren Schwangerschaft führt zu schwersten Missbildungen und Wasserkopf.

    Katzen sind die einzigen Tiere, die Toxoplasmose durch den Kot übertragen! Hier besteht die einzige Gefahr für Schwangere durch ein Haustier! 

    Beratung und Aufklärung: 

    Etwa die Hälfte aller Menschen hat irgendwann eine unbemerkte Toxoplasmose-Erkrankung durchgemacht und ist somit immun. Katzenbesitzerinnen sollten möglichst VOR einer Schwangerschaft einen Bluttest machen lassen. Fällt er positiv aus, besteht keine Gefahr für eine Neuansteckung durch die Katze. Leider ist ein Toxoplasmosetest noch immer nicht bei allen Ärzten Bestandteil der Schwangerenvorsorge, und immer noch wird sehr oft der Rat erteilt, das Kaninchen, den Hund oder den Vogel abzuschaffen. Ein absolut irrwitziger Rat, da wohl niemand seinen Hund oder Vogel roh als Tartar verzehren wird!

    Ist die Schwangere noch nicht mit Toxoplasmose infiziert, soll sie den Genuss von rohem Fleisch und den engen Kontakt zur Katze meiden, z.B. das Ableckenlassen der Hände. Das Katzenklo sollte mit Gummihandschuhen unter fließendem Wasser und einer Bürste gründlich mechanisch gereinigt werden. Besser wäre, eine andere Person im Haushalt würde diese Arbeit übernehmen.

    Die sicherste Vorbeugemaßnahme (Prophylaxe) ist jedoch, die Katze nur mit gekochtem Fleisch oder Büchsenfutter zu ernähren. Vorsicht: Toxoplasmen können in Intervallen und über Jahre ausgeschieden werden. Deshalb sind Kotuntersuchungen im negativen Falle nicht unbedingt verlässlich, positive Antikörpertests sagen umgekehrt nichts darüber aus, ob die Katze noch Ausscheider ist. Solche Tests sind nicht verlässlich und somit sinnlos! 

    Nur ein Toxoplasmosetest der Frau und strenge Hygiene sind die beste Vorbeuge.

    Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

    Ernährung Igelbabys 

    bis 100 g Körpergewicht: alle 3 - 4 Stunden füttern! 

     

    • Milchaustauschfutter für Hunde, z.B. Esbilac® + Fencheltee in der Dosierung 1 zu 2
    • + 1 Prise Schlämmkreide
    • + 1 Prise Welpi-sal. 

    ab 100 g Körpergewicht: flüssiger Kinderbrei mit Banane oder Hackfleisch 

    ab 150 g Körpergewicht: selbständige Nahrungsaufnahme (Katzen-Dosenfutter)

     

    Aufzucht Hasen/Kaninchen 

    • Vollmilch- /Sahne-Gemisch 100 ml
    • + Hafermehl 10 g 
    • + Vitamine / Mineralstoffe 1 g 
    • + Kochsalz 0,5g 
    • + Möhrensaft 2 ml 

    - 5 x täglich
    - jeden Tag frisch ansetzen
    - möglichst warm füttern

    Chemotherapie

    Leider werden auch bei unseren Haustieren immer häufiger Tumorerkrankungen diagnostiziert.Neben der möglichst vollständigen operativen "Entnahme" des erkrankten Gebietes nimmt auch in der Kleintiermedizin nicht zuletzt die medikamentöse Therapie dieser Erkrankungen immer weiter zu.

    "Chemotherapie" ist für viele Besitzer ein Angstbegriff, da hiermit häufig unkontrollierbare Nebenwirkungen verbunden werden.

    Diese zu handhaben ist dabei sicherlich Aufgabe des Tierarztes.

    Wichtig ist jedoch dabei, dass eine frühzeitige Behandlung zu einer nicht unwesentlichen Beschwerdefreiheit für längere Zeit führen kann.

    Unserer Meinung sollte es ein Ziel der Kleintiermedizin sein unseren Haustieren ein möglichst langes Leben, verbunden mit einer möglichst guten Lebensqualität zu ermöglichen. Dabei geht es sicherlich nicht um eine "Lebensverlängerung um jeden Preis", sondern um ein möglichst langes und artgerechtes Leben.

    Sollten Sie zu diesem Themenbereich Fragen an uns haben oder sollten wir der Meinung sein, dass eine entsprechende Therapie für Ihr Tier sinnvoll und notwendig sei, werden wir Sie gerne ausführlich zu diesem Thema beraten.

    Frettchen

    Frettchen werden seit mehreren Jahren immer häufiger bei uns als Haustiere gehalten.Im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten tritt dabei zu der klassischen Haltung als Jagttier der zusätzliche Haltungsaspekt als Freizeittier auf.Im Gegensatz zu führenden Tierschutzorganisationen unterstützen wir die Haltung von Frettchen als Freizeittiere, wenn diese artgerecht stattfindet.

    Frettchen gehören biologisch zur Familie der Marder und dabei zur Untergattung der Iltisse. Neben Hunden und Katzen sind sie die einzigen domestizierten Raubtiere.

    Frettchen sind die domestizierte Form der Wildiltisse "Mustella putorius" und kommen nicht selbstständig in der Natur vor.

    Wie bei jeder Haltung von Haustieren gibt es auch bei Frettchen die verschiedensten Adspekte zu beachten; nicht zuletzt auch in Bezug auf prophylaktisch-therapeutische Maßnahmen (Impfungen, Parasitenbekämpfung, Gesundheitschecks u.a.).

    Auch auf dem Gebiet der Frettchenmedizin bemühen sich die Tierärzte in unserem Hause immer wieder um den neusten Stand der Wissenschaft um Ihren Tieren eine angemessene Therapie zukommen zu lassen.

    Wir beraten Sie diesbezüglich ausgesprochen gerne und freuen uns für jeden Frettchen, das ein gutes und angenehmes Zuhause findet.

    Impfungen beim Frettchen, FrettchenJournal 01/2006, © Volker Borchers (PDF-Format)

    Herzerkrankungen beim Frettchen, FrettchenJournal 02/2006, © Volker Borchers (PDF-Format)

    Nebennierenerkrankungen beim Frettchen, FrettchenJournal 03/2006, © Volker Borchers (PDF-Format) 

    Darmparasiten beim Frettchen, FrettchenJournal 04/2006, © Volker Borchers, Bildercopyright: Herausgeber FrettchenJournal (PDF-Format)

     

     

    Vielen Dank an die Patientenbesitzer für die Erstellung von Gedichten!

    Einverständniserklärung zur OP

    Vito heiß ich armes Schweinchen,
    steh´ vor Euch auf kleinen Beinchen.
    Ich hab viel Arbeit im Gehege,
    sechs Frauen brauchen meine Pflege.

    Mein Frauchen heißt C Unterbeck
    und sagt: „Jetzt soll´n die Klöten weg.“ 
    Ich weiß ja nicht und denk: „Oh, oh,
    vielleicht ist es auch besser so!“

    Weil ruhiger wird´s hinterher,
    denn dieser Trieb, der schlaucht schon sehr.
    Ich lasse es dann langsam geh´n
    und mache mir das Leben schön.

    Herr Borchers setzt das Messer an
    und macht mich dann zum halben Mann.
    Die Wunde, weiß ich, wird genäht;
    mein Frauchen deutlich drauf besteht.

    Heut´ Abend ich nach Hause kann 
    und lebe fort in Rente dann.
    Und hier, ich unterschreib ja schon,
    die Nummer für das Telefon:

     

    Wenn es soweit ist

    Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
    und quälende Pein hält ständig mich wach -
    was du dann tun musst - tu es allein.

    Dass du sehr traurig, verstehe ich wohl.
    Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
    An diesem Tag - mehr als jemals geschehn -
    muss deine Freundschaft das Schwerste bestehn.

    Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
    Furch vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
    Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
    Drim gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.

    Begleite mich dabei, wohin ich gehn muss.
    Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
    Und halte mich fest und red mir gut zu,
    bis meine Augen kommen zur Ruh.

    Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst du es wissen,
    es war deine Liebe, die du mir erwiesen.
    Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal -
    du hast mich befreit von Schmerzen und Qual

    Und gräme dich nicht, wenn du es einst bist,
    der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
    Wir waren beide so innig vereint.
    Es darf nicht sein, dass dein Herz um mich weint.

    aus dem Englischen von Werner Schuster, 1983