Wie
sinnvoll ist ein jährlicher Check-up?
Unsere
Tiere sind ja auch nur Menschen ... könnte man meinen, denn auch sie haben
ab ihrer Lebensmitte, genau wie wir, so ihre Zipperlein. Nur, sie können
uns nicht davon berichten. Und weil sie meistens recht hart im Nehmen sind, bleibt
dem Tierbesitzer manches zunächst verborgen.
Der
Körper kann z.B. gegen eine Herzschwäche jahrelang so "an arbeiten",
sie also kompensieren, dass man davon zunächst nichts bemerkt. Erst wenn
das Stadium der sogenannten Dekompensation erreicht wird, der Organismus es also
nicht mehr schafft, die Funktionseinschränkung auszugleichen, bemerkt der
Tierbesitzer Leistungsabfall, Husten und Atemnot. Dabei hätte dem Herzen
die jahrelange Mehrarbeit mit den entsprechenden Medikamenten abgenommen werden
können, wenn man nur rechtzeitig um das Problem gewusst hätte ... Eine
gezielte und gründliche Untersuchung mit Röntgen und EKG hilft, Probleme
frühzeitig zu erkennen.
Die Funktion einzelner Organsysteme läßt sich anhand des sog. Organprofils,
einer serologischen Blutuntersuchung, und mit Hilfe von Röntgen und Ultraschalluntersuchung
prüfen. Dabei lernt man den Patienten "von innen" kennen, d.h.
man sieht seine schwachen, aber auch starken Seiten. Es gibt z.B. Tiere, die im
Alter eine Nierenschwäche entwickeln, dafür aber eine sehr gute Leberfunktion
zeigen. Oder umgekehrt. Solche Funktionseinschränkungen können mit der
entsprechenden Futterumstellung ausgeglichen werden, häufig mit frappierendem
Erfolg! Auch hier gilt: Wenn man den weniger starken Organsystemen gezielt Arbeit
abnimmt, bleiben sie viel länger funktionstüchtig. Dadurch gewinnt das
Tier nicht nur eine höhere Lebenserwartung, sondern vor allem mehr Lebensqualität!
Zwei Beispiele, die zeigen, was sinnvolle vorbeugende Tiermedizin leisten kann.
Wenn auch Sie für Ihren Liebling das jährliche Vorsorge-Check-up in
Anspruch nehmen möchten, sprechen Sie uns wegen eines Termins Ihrer Wahl
an. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.